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6 Mühlen


Wiesthal - das Dorf mit den 6 Mühlen im Jahre 1850

Der Aubach, der die hier noch bestehende "Ruhmühle" antreibt, entspringt im heute hessischen Wiesbütt-Moor auf einer Höhe von 450 M über NN und mündet nach mehr als 16 km Lauf unterhalb des Wiesthaler Bahnhofs auf einer Höhe von 230 m über NN in den Lohrbach.

In Wiesen gab es 2 Getreidemühlen, in Habichsthal zwei und in Wiesthal sechs Mühlen, davon zwei als Ölmühlen eingerichtet. Krommenthal besaß die "Altmühle" dort, wo heute der Kinderspielplatz ist, und die "Neumühle" in Nähe des Klärbeckens.

In der Krommenthaler Straße stand die sog. Schlagmühle im Eigentum der Familie Kunkel mit zwei Mühlrädern für Getreide- und für Ölmühlenbetrieb; später wurde die Schlagmühle aufgegeben, so dass die Mühle nach dem 2. Weltkrieg die wichtige Mehlmühle für das Dorf war. Beim Steg in Dorfmitte war die "kleine Mühle" in Regie der pol. Gemeinde.

Die Ruh- oder Mühlhansenmühle, besteht noch (siehe nachfolgend) und 300 Meter weiter Bach aufwärts war die Öl- oder Fleckensteinsmühle, wichtige Ölmühle nach dem 2. Weltkrieg, nun in Fladungen. Der Seitental-Röhrngrundbach trieb 2 Getreidemühlen oberschlächtig an: die Schultheissenmühle - rechtlich gleiche Struktur wie die Ruhmühle- und die Mühle "beim Wagnersch August", heute Wohnhaus Hauptstr. Nr. 1 1 (Familie Fath).

Die Mühlen am Aubach waren unterschlächtig angetrieben, d.h. das Mühlenrad wurde "von unten" mit dem Wasser geschlagen, und zwar auf die offenen Radschaufeln.

Die Mühlenanlage beginnt mit einem Wehr zur Sammlung, Ableitung und Kanalisierung des Antriebswassers in den Mühl- oder Betriebsgraben. 2 Wasserschächte, 1 zur Ableitung (bei Stillstand), 1 zum Betrieb steuern den Ablauf. Über das Mühlrad wird die lineare Fließbewegung des Wassers in eine vielseitige Drehbewegung gewandelt. Ein innen parallel laufendes Eisenrad treibt das Stirn- und Schwungrad an, das wiederum den oberen Mahlstein bewegt (Läufer), zwischen dem und dem unteren Feststehenden (Stator) die Körner zerrieben werden = unterschlächtige, verhältnismäßig kleine Wassermühle mit e i n e m Mahlstuhl in Scher- oder Reibetechnik. Das Mahlgut wird in den Schrotkasten oder auf die Mehltrommel geleitet. Beim Mehlmahlen muß der Vorgang öfters wiederholt werden, um immer feineres Mehl zu bekommen. Die Mühle ist und war die hauptsächliche Schrotmühle des Ortes.

Die erste Ausstattung mit viel Holz und Sandstein-Mahlsteinen wurde durch mehr Eisenteile und Kunstmahlsteine ersetzt. Immerhin dreht sich der Rotor bei normalem Betrieb 1,79 Mal/Sek.

Im Jahre 1625 werden "3 kurfürstliche Mühlen" genannt. Die Ruhmühle gehört mit Sicherheit dazu, ebenso wie die "kleine Mühle" und die "Schultheissenmühle". Die Ruh- oder Mühlhansenmühle wurde bis zum Jahr 1989 von bestimmten berechtigten Bürgern (mit Grundbesitz) instand gehalten und mit festlegegter Mahlzeit von 1/2, 1/3, 1/4 oder 1/6 Tag betrieben. Seitdem trägt sie ein Mühlenverein bestehend aus Vorstand, Beirat und Mitgliedern mit oder ohne Grundeigentum. Alle 2 Jahre wird nun ein Mühlen- und Backofenfest um die Pfingsttage gefeiert.

Aufgrund der verhältnismäßig zahlreichen, wenn auch kleineren Mühlen galt Wiesthal als Mühlendorf mit der Besonderheit von 2 Ölmühlen überörtlicher Bedeutung, zu denen Gespanne vom oberen Kahlgrund wie aus dem Main-Lohrtal kamen.


Dieser Artikel wurde uns von Herrn Alfred Fleckenstein zur Verfügung gestellt.



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