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Steinkreuz am alten Kirchweg



In früheren Zeiten ging man den nächsten Weg von einem Ort zum anderen, selbst wenn dieser beschwerlicher war, denn diese Wege waren meist Höhenwege. Mit forschreitender Wegebaukunst wurden die Wege im Tal ausgebaut und die alten Verbindungen benutzte man nicht mehr.

Im Jahr 1477 wurde für die umliegenden Orte Habichsthal, Heinrichsthal, Jakobsthal, Heigenbrücken, Rothenbuch, Neuhütten und Krommenthal die Pfarrei Wiesthal errichtet. Die Bewohner dieser Glasmachersiedlungen waren verpflichtet, in Wiesthal die Kirche zu besuchen. An so einem alten Weg, dem Kirchweg von Habichsthal nach Wiesthal, steht in der Gemarkung Ameisenhardt ein einfaches Steinkreuz ungefähr 40 cm breit und hoch und 12 cm stark.

Das Wissen um dieses Kreuz ist bei vielen Wiesthaler Bürgern vorhanden. Vor allem Bürger, die in diesem Bereich Äcker bewirtschafteten oder Holz und Streu machten.

So machten sich auf die Information von Reiner Hilzendegen hin, das Kreuz sei nicht mehr da, Klemens Hock, Anton Kunkel, Amanda Wirzberger, Winfried Klemmert und Gottfried Merz auf die Suche. Nach längerer Zeit entdeckten sie das Kreuz unter Ästen und Zweigen, die bei Waldarbeiten angefallen waren. Das Kreuz sollte nun an seinem Platz besser sichtbar aufgestellt werden. Grundeigentümerin ist die Gemeinde Wiesthal.

Hella Englert beantragte, den Platz zur Verfügung zu stellen und ein Stück dieses alten Weges, an dessen Verlauf auch das sog. Heilche steht, als geschichtliches Zeugnis der Bevölkerung wieder zugänglich zu machen. Mitglieder des Wandervereins räumten den ausgeschnittenen Bewuchs weg. Kilian Rothenbücher richtete in Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft die direkte Zufahrt her. Alfred Fleckenstein, Wiesthal, reinigte das Kreuz nach Anweisung von Steinmetzmeister Vormwald, Neuendorf. Gottfried Merz und Alfons Kunkel erstellten ein Fundament, wobei bis auf eine Schotterlieferung durch die Gemeinde das benötigte Material von Alfons Kunkel unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde. Alfred Fleckenstein, Maurer aus Habichsthal, errichtete aus heimischen Steinrückesteinen den Hügel, auf den das Kreuz aufgesetzt ist.

Zum geschichtlichen Hintergrund für die Errichtung des Kreuzes gibt es z. Zt. nur die Aussage der Vorfahren, es sei hier bei einem Versehgang ein Kapuziner erfroren.

Nachforschungen durch Pfarrer Dr. Grebner und Alfred Fleckenstein brachten keine aussagefähigen Ergebnisse. Bei entsprechenden Lichtverhältnissen kann man 5 Textzeilen erkennen. Durch die starke Verwitterung ist die Inschrift aber nicht mehr zu entziffern.

Am 29. August 1999, 15.00 Uhr wurde das Kreuz an seinem Standplatz durch Pfarrer Dr. Grebner gesegnet.

Die Pächter des Jagdbogens 1, Friedrich Eich, Norbert Hanass, Hubert Roth, und Andreas Zuschlag sorgten für eine kleine Bewirtung, deren Erlös der Innenrenovierung der Kirche zu Gute kommt.






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